Der Jopp

Pädagoge, Entwicklungshelfer, Kabarettist, Kooperationslehrer

Schillerjahr ´09 – Exhumierung eines Klassikers

Ein Wiederentdeckter. Begegnung mit ihm nach dem Studium als Motivationstrainer (“Es ist der Geist, der sich den Körper baut.”) Kabarettist (“Franz: “Ich komme …! Amalia: “Und wann gehst du wieder?”) Kommunikationsexperte (“Ich bin es nicht gewohnt, dass mich der Zufall blind waltend, finster herrschend mit sich führe!”) und Theaterpädagoge – “Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.”

Mit Schiller zusammen…
“Das Animalische im Menschen zu bändigen, ihre Anpassung aneinander zu erreichen. Somit “rettet” man das Natürliche im Menschen. Gegen den Druck der hinfälligen, von Menschen gemachten Ordnung.” (Theodor W. Adorno über Schillers Philosophie) …sollte man schon etwas zu sagen haben.

Die Kabarettbühne rückt auch wieder näher. Pläne sind vorhanden.

Marx hat Recht: Das Sein bestimmt schon früh Jopps Bewusstsein

„Kabarettist Jens-Uwe Jopp (…) spürte spätestens beim UTP im RAW (Unterrichtstag in der Produktion im Reichsbahnausbesserungswerk), dass er für die Herstellung von Türpufferplatten für Güterwaggons völlig ungeeignet war.“

Geb. 1966 in Leipzig
1972 -1983 Besuch der Schule in Engelsdorf, dann Abitur in Leipzig
1984-1986 Erste kabarettistische Versuche bei der NVA

Aus Ahnung wird Gewissheit: Jopp hat was zu sagen

„Nicht zuletzt, weil ihn eine Lernpsychologin namens Heidi Weigert wohlwollend förderte, war Ende der Achtziger ein neuer Diplomlehrer für Deutsch und Geschichte auf dem Markt. Nach der seiner ersten Unterrichtsstunde bricht sich die Erkenntnis Bahn: „Aha, die hören dir ja richtig zu!“

1986-1992 Studium (Geschichte, Deutsch) an der Pädagogischen Hochschule „Clara Zetkin“ in Leipzig. Diplomthema „Die Suffragettenbewegung in England – Programmatik, Wirkungsweise und Ergebnisse im Kampf um das politische Frauenwahlrecht“
Seit 1994 Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte in Leipzig

Jopps Erkenntnisse finden Zuflucht im Naturschutzgebiet Kabarett

DDR Ende der 80er Jahre. Ergraute alte Männer ringen verzweifelt um die Macht. Als sie auch noch die sowjetische Zeitschrift Sputnik verbieten, ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und Jopp 1988 in die Arme des „Kabarettismus“ treibt.

1988-1998 Studentenkabarett „Die Pauker“
Was, Ihr wollt?! (1989) (W)Ende gut – alles gut? (1990) Schöne Aussichten (1991) Ich bin so frei e. V. (1992) Hotel Deutschland – Wir sind reserviert (1993) Viel Lärm um nichts (1994 ) Einer für alle – alle auf einen (1995) Geteilte Mitgift (1996) Teutanic – das Schiff sinkt (1998)

1998 bis 2004 Leipziger Kabarett „SanftWut“
1999 Eulenspiegeleier (1999) KassenKampf (2001) An der Scherzgrenze (2002)

ab 2003 Soloprogramme
Bei Schläfer – Stellungskrieg am Gartenzaun (2003, Soloprogramm) Nieder mit dem Kaiser – (2006, Soloprogramm) im Rahmen der Ausstellung “Der Herr der Regeln”, ein ein offizieller Beitrag des Kunst- und Kulturprogramms der FIFA WM 2006TM

Die Zeiten ändern sich. Ab jetzt wird improvisiert

1999 Leitung des Improvisationstheaters bei „SanftWut“
Seit 2000 Kommunikations- und Improvisationstrainer
2001 Improvisationsseminar beim Vater des Improvisationstrainings, Keith Johnstone
2003 Gründung des Schüler-Improvisationstheater „Kopflos“ am Friedrich-Schiller-Gymnasium Leipzig

Alle Zitate: Volly Tanner über Jens-Uwe-Jopp, Leipziger Volkszeitung

Jeder gibt den Wert sich selbst.